Juventus hat am Donnerstag in Vigo durch einen späten Treffer von Randal Kolo Muani einen 2:1-Auswärtssieg gegen Celta Vigo gesichert und damit seine weiße Weste in der Europa League gewahrt. Nick Woltemade hatte die Turiner nach einem Rückstand zuvor ausgeglichen.
Die Bianconeri führten die Europa-League-Tabelle nach einem 5:0 gegen NEC an, in der Serie A enttäuschten sie jedoch mit einem 1:1 bei Cagliari. Zudem plagt Juventus eine Verletztenmisere: Kenan Yildiz, Jeremie Boga, Khephren Thuram, Manuel Locatelli, Jeff Ekhator, Kamil Grabara und Arek Milik fallen aus. Celta Vigo hatte zum Auftakt gegen Omonia Nikosia verloren und musste unter anderem auf Borja Iglesias, Pablo Duran, Jones El-Abdellaoui, Carl Starfelt und Miguel Román verzichten.
Die letzte Begegnung beider Teams liegt lange zurück. Im März 2000 gewann Celta im Achtelfinale des UEFA-Pokals zu Hause mit 4:0 und drehte damit eine 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel. Dabei wurden in der ersten Halbzeit sowohl Antonio Conte als auch Paolo Montero vom Platz gestellt.
Celta führt früh, Woltemade gleicht aus
Im Estadio Balaidos prüfte Willot Swedberg Juventus-Torhüter Guglielmo Vicario früh per Kopf, doch der Keeper war zur Stelle. Kurz darauf gingen die Gastgeber in Führung: Nach einem gut herausgespielten Angriff legte Swedberg quer auf Hugo Alvarez, der am zweiten Pfosten zum 1:0 (18.) einschob.
Juventus blieb zunächst harmlos. Teun Koopmeiners köpfte direkt auf den Keeper, und Pierre Kalulu scheiterte aus rund zehn Metern an einer Hereingabe. Nach einem Neustart nahm Woltemade einen langen Ball nicht richtig an und setzte seinen Schuss anschließend über das Tor. Kurz nach der Pause kam er dann zum Abschluss, doch der Versuch wurde am kurzen Pfosten geblockt. Im Anschluss hielt Radu gegen Francisco Conceição einen Schuss über die Latte.
Den Ausgleich erzielte Juventus in der 58. Minute aus einer kuriosen Situation: Eine Hereingabe von Koopmeiners von links wurde von Marcos Alonso unglücklich mit der Brust mitgenommen und landete so ideal für Woltemade, der aus zwölf Metern zum 1:1 einschob.
Kolo Muani dreht die Partie in der Nachspielzeit
Celta hatte danach immer wieder Konterchancen. Rueda traf nach einem Steckpass von Jutgla nur das Außennetz, ehe Kalulu im letzten Moment gegen Jutgla klärte. Auf der Gegenseite vergab Nico González in einer Drehung im Strafraum knapp, sein Linksschuss ging nur wenige Zentimeter am Tor vorbei.
In der Nachspielzeit schlug Juventus schließlich zu. Andrea Cambiaso flankte von links in den Strafraum, und Randal Kolo Muani stieg am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz hoch und köpfte zum 2:1-Endstand (91.) ein. Für Juventus war es der entscheidende Treffer in einer Partie, in der die Mannschaft zweimal einem Rückstand hinterherlaufen musste.