In der Champions League 2026/27 sind nach zwei Spieltagen alle 36 Teams in der Ligaphase aktiv, und das Torfestival hat bereits begonnen: Am zweiten Spieltag fielen rekordverdächtige 78 Tore in 18 Spielen. Titelverteidiger Paris Saint-Germain gewann im Mai in Budapest das Finale gegen Arsenal im Elfmeterschießen und holte damit den zweiten Europapokal in Folge. Luis Enrique hat sein Team in den vergangenen 18 Monaten klar als beste Mannschaft Europas auftreten lassen, dürfte im Rennen um einen dritten Titel in Serie aber auf starke Konkurrenz treffen.
Doch welche Teams sind aktuell am besten positioniert, um PSG die europäische Vorherrschaft streitig zu machen? Die Power Rankings begleiten den Wettbewerb und verfolgen die Titelanwärter, während sie die Außenseiter aussortieren.
Auf dem Abstellgleis
Das Außenseiter-Team Viking sicherte sich mit einem Unentschieden gegen Bayern München am zweiten Spieltag einen überraschenden Punkt.
Die diesjährigen Power Rankings sehen etwas anders aus. Statt alle 36 Teams von 1 bis 36 zu reihen, orientieren wir uns am Format der Ligaphase und führen die 24 aussichtsreichsten Teams auf. Die übrigen zwölf Mannschaften stehen auf dem Abstellgleis.
Das heißt nicht, dass keines dieser zwölf Teams weiterkommt, denn in den K.-o.-Runden gibt es immer die eine oder andere Überraschung. Diese Gruppe gilt jedoch aktuell als am wenigsten wahrscheinlich, die Ligaphase zu überstehen und die europäische Reise über die erste Runde hinaus fortzusetzen.
Einige dieser Teams haben in dieser Saison bereits Erfolge gefeiert. Die aserbaidschanischen Neulinge Sabah schlugen Slavia Prag in ihrem ersten Heimspiel auf dieser Ebene. Beide norwegischen Klubs haben ebenfalls für Aufsehen gesorgt: Viking erkämpfte sich ein 3:3 gegen Bayern München, und einen Tag später bezwang Bodø/Glimt Borussia Dortmund. Dennoch haben alle noch einen langen Weg vor sich, bevor sie einen Platz in mindestens der Playoff-Runde sicher haben.
Andere Außenseiter wie LASK und Slovan Bratislava wirken etwas überfordert. Zudem gibt es Sorgen, dass keiner der beiden türkischen Klubs weiterkommt: Galatasaray und Fenerbahçe haben bisher zusammen nur einen einzigen Punkt geholt.
Die “verlorenen Zwölf”: AEK Athen, Bodø/Glimt, Fenerbahçe (⬇️), Feyenoord, Galatasaray (⬇️), LASK, Lens, Lille (⬇️), Sabah, Slavia Prag, Slovan Bratislava, Viking.
24. Napoli ⬇️
Napoli droht bereits das zweite Mal in Folge das Verpassen der K.-o.-Runde
Angesichts der schwachen Bilanz von Antonio Conte im europäischen Wettbewerb überrascht es kaum, dass Napoli in der vergangenen Saison in der Ligaphase ausschied. Viele zeigten sich dennoch schockiert, dass der damalige Serie-A-Meister die Top 24 verpasste. Conte ist inzwischen weg, Massimiliano Allegri wurde nach seinem Abgang bei AC Milan verpflichtet.
Für Allegri ist der Start holprig: Aus seinen sechs Serie-A-Spielen als Trainer holte er nur drei Siege. Auch in der Champions League wartet Napoli nach Niederlagen gegen Arsenal und Villarreal noch auf den ersten Punkt. Besonders die Niederlage gegen Villarreal dürfte Allegri Sorgen bereiten. Zwar stehen Sabah und Viking zum Abschluss der Ligaphase auf dem Programm, doch zunächst muss Napoli in Reichweite der Qualifikation kommen, damit diese Spiele überhaupt eine Rolle spielen.
23. Villarreal ⬆️
Villarreal wirken deutlich besser gerüstet, in der Champions League für Aufsehen zu sorgen
Villarreal gehörten in der vergangenen Saison zu den größten Enttäuschungen: Die Gelbe U-Boot-Flotte holte aus acht Spielen nur einen einzigen Punkt und belegte den vorletzten Platz in der Ligaphase mit 36 Teams. Diesmal machen sie es deutlich besser.
Obwohl sie am ersten Spieltag gegen Borussia Dortmund verloren, wären sie in Deutschland beinahe mit einem Unentschieden heimgefahren. Mit diesem Auftritt im Rücken gewannen sie gegen Napoli, dank herausragender Abschlüsse von Inigo Pérez’ Team. Mit Slavia Prag und Sabah stehen vor Weihnachten noch zwei machbare Gegner an. Villarreal sollten sich danach gut im Qualifikationsrennen befinden.
22. Porto ⬇️
Porto startete mit großen Erwartungen, hat aber zwei Niederlagen zum Auftakt kassiert
Nach zwei Jahren Pause ist Porto zurück in der Champions League. Francesco Farioli führte Los Dragões in der vergangenen Saison zum Titel in der Liga Portugal. Der Italiener machte sein Team seit seinem Amtsantritt im Sommer 2025 zu einem der schwersten Gegner Europas. Wenn sie im internationalen Wettbewerb Akzente setzen wollen, haben sie in dieser Saison aber noch einiges zu tun.
Eine Niederlage gegen Manchester City zum Auftakt war erwartbar. Farioli dürfte jedoch frustriert sein, dass seine Mannschaft in Spanien eine Halbzeitführung gegen Real Betis verspielte und schließlich 2:3 verlor. Die kommenden Heimspiele gegen PSV und Napoli sind daher bereits jetzt Pflichtsiege.
21. PSV ⬇️
PSV hätten sich mehr als nur einen Punkt aus den ersten beiden Spielen gewünscht
In der vergangenen Ligaphase fuhr PSV hohe Siege gegen Napoli und Liverpool ein, verpasste aber dennoch den Einzug in die K.-o.-Runde. Nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Partien droht den niederländischen Meistern nun eine Wiederholung dieses Szenarios.
Auf ein Heimremis gegen Schachtar Donezk folgte eine knappe Niederlage bei RB Leipzig, bei der Ivan Perišić einen Elfmeter vergab, was Peter Boszs Team teuer zu stehen kam. Auf dem Papier hat PSV einen der leichteren Spielpläne in der Ligaphase, muss diesen Vorteil aber bald nutzen.
20. RB Leipzig ⬇️
Leipzig hat sich nach der Niederlage in Como am ersten Spieltag mit einem Sieg gegen PSV zurückgemeldet
Nach einer Saison ohne europäischen Fußball ist Leipzig mit dem dritten Platz in der Bundesliga zurück auf der großen Bühne. Der Start in die Champions League verlief jedoch peinlich: Gegen den Neuling Como setzte es eine deutliche Niederlage.
Trainer Martin Demichelis konnte sein Team aber wieder aufrichten. Brajan Gruda erzielte in der zweiten Halbzeit den Treffer zum knappen Sieg gegen PSV. Vor den Duellen mit Real Madrid und Manchester City war dieser Erfolg dringend nötig, um die Moral an der Red Bull Arena hochzuhalten.
19. Schachtar Donezk ⬆️
Arda Turan führte Schachtar in den ersten beiden Spielen der Ligaphase zu einem Sieg und einem Remis
Vor der Rückkehr in die Champions League erwartete kaum jemand etwas von Schachtar Donezk. Das ukrainische Team lebt wegen der russischen Invasion seines Heimatlandes weiter in einer Art Wanderexistenz. Für die Europapokalspiele haben sie diesmal die Stamford Bridge in London als Heimstätte gewählt, und zum Auftakt feierten sie dort einen Sieg gegen AEK Athen am Mittwoch.
Das Unentschieden auswärts bei PSV war ebenfalls mehr als respektabel. Da noch Slovan Bratislava und Fenerbahçe ausstehen, verschafft der bereits erreichte Punktestand von vier Zählern dem Team eine ausgezeichnete Ausgangsposition für den Weg in die K.-o.-Runde.
18. Club Brugge ⬆️
Nicolò Tresoldi machte mit einem Hattrick in San Siro auf der europäischen Bühne auf sich aufmerksam
Club Brugge hat sich in den ersten beiden Ausgaben des neuen Formats für die K.-o.-Runde qualifiziert. Nach einer Auftaktniederlage gegen Aston Villa rappelte sich das Team mit einem spannenden Sieg gegen Inter in San Siro auf und dürfte nun zuversichtlich sein, es zum dritten Mal in Folge zu schaffen.
Der gebürtige Milan-Fan Nicolò Tresoldi stahl mit einem Hattrick allen die Show, während das Tempo und die Dribblings von Flügelspieler Carlos Forbs die Abwehr von Inter immer wieder vor Probleme stellten. Mit einem vergleichsweise leichten Restprogramm sollte Brugge einen Platz unter den Top 24 bereits sicher haben.
17. Stuttgart ⬆️
Deniz Undav traf beim 2:0-Erfolg in Bratislava, mit dem Stuttgart auf zwei Siege kam
Sebastian Hoeneß leistet mit dem VfB Stuttgart weiterhin hervorragende Arbeit. Er führte das Team aus der Relegation der Bundesliga zweimal innerhalb von drei Spielzeiten in die Champions League. Deniz Undav hat sich als Stürmer zum Aushängeschild entwickelt, während Angelo Stiller und Jamie Leweling hinter ihm das Interesse der größten europäischen Klubs wecken.
Laut Opta haben die Schwaben zudem den leichtesten Spielplan aller 36 qualifizierten Teams erhalten. Mit Siegen gegen Viking und Slovan Bratislava nutzten sie den einfachen Start gut aus. Atlético Madrid und Inter werden bis Ende November schwerere Tests sein, doch ein Platz in der K.-o.-Runde ist für Hoeneß’ Team bereits in greifbarer Nähe.
16. Real Betis ⬆️
Isco erzielte den Siegtreffer, als Betis gegen Porto einen Rückstand drehte
Real Betis ist zum ersten Mal seit über 20 Jahren wieder in der Champions League vertreten. In der vergangenen La-Liga-Saison belegten sie den fünften Platz. Unter Manuel Pellegrini stellen sie erneut unter Beweis, dass sie in Spanien eine Macht sind, mit der man rechnen muss.
In Europa sorgten sie ebenfalls für Aufsehen, denn sie gewannen zweimal hintereinander 3:2, gegen Lille und gegen Porto. Damit haben sie gute Chancen auf einen Platz in der K.-o.-Runde und möglicherweise sogar auf ein Freilos fürs Achtelfinale. Sie müssen diesen Schwung in ihren nächsten vier Partien halten, denn vor den letzten beiden Spielen gegen Arsenal und Bayern München würden sie ungern noch auf Punkte angewiesen sein.
15. Como ⬇️
Como kehrte nach dem fulminanten Start in Feyenoord wieder auf den Boden der Tatsachen zurück
Como ist Debütant in der Champions League und spielte vor drei Jahren noch nicht einmal in der höchsten Liga. Das Team ist aber nicht nur dabei, um die Anzahl der Teilnehmer zu füllen. Die aufstrebende Serie-A-Mannschaft hat in den vergangenen zwei Spielzeiten gezeigt, dass sie Italiens größte Klubs bezwingen kann. Cesc Fàbregas’ Team hat nun den Blick auf die besten Mannschaften Europas gerichtet.
Den Auftakt gestalteten sie stark mit einem klaren Sieg gegen RB Leipzig am ersten Spieltag. Die Niederlage in Feyenoord am Mittwoch war jedoch eine harte Realitätsprüfung für Fàbregas und seine talentierte Mannschaft. Als Nächstes wartet Manchester United. Ein Sieg gegen die Red Devils würde den Neulingen eine gute Ausgangslage verschaffen, zumal noch Lens und AEK Athen vor Ende November auf dem Programm stehen.
14. Sporting CP ⬆️
Sporting hat einen perfekten Start hingelegt und will zum dritten Mal in Folge die K.-o.-Runde erreichen
Sporting gehört inzwischen fest zur Champions League. In der vergangenen Saison zog das Team überraschend als Achter der Ligaphase ins Viertelfinale ein, nachdem es im Achtelfinale Bodø/Glimt mit einer spektakulären Aufholjagd bezwungen hatte.
Der Mann hinter dieser Erfolgsserie, Rui Borges, ist weiterhin Trainer und zaubert erneut. Sporting gehört zu den Teams, die ihre ersten beiden Champions-League-Spiele gewonnen haben, nach Siegen gegen Galatasaray und Lens. Mit LASK und Schachtar Donezk als nächsten Gegnern könnte sich die Mannschaft aus Lissabon schon vor den Partien gegen Barcelona und Manchester City im Januar einen Platz unter den besten acht Teams sichern.
13. Roma ⬇️
Eine desaströse Schlussphase kostete Roma die Niederlage gegen Real Madrid teuer
Roma ist erstmals seit der Saison 2018/19 wieder in der Champions League vertreten. Gian Piero Gasperini hat die Giallorossi wieder zu einer der großen Kräfte im italienischen Fußball gemacht. Unter dem früheren Atalanta-Coach ist der Hauptstadtklub schwer zu besiegen. Am zweiten Spieltag führte Roma gegen Real Madrid mit 3:1, bevor die Schlussphase begann.
Mit seltsamen Wechseln ließ sich das Heimteam im Stadio Olimpico jedoch drei späte Gegentore einschenken. Nach einem Unentschieden in Istanbul bei Fenerbahçe steht Roma damit bei nur einem Punkt aus den ersten beiden Spielen. Ein Heimspiel gegen Slovan Bratislava sollte Gasperini und seinen Spielern die perfekte Chance geben, sich direkt wieder aufzurichten.
12. Borussia Dortmund ⬇️
Der starke Saisonstart des BVB kam mit der Niederlage in Bodø/Glimt abrupt ins Stocken
Borussia Dortmund galt als Europas ultimative Talentschmiede, als Erling Haaland, Jude Bellingham und Achraf Hakimi auf dem Weg zu Weltstars dort ausgebildet wurden. In den vergangenen Jahren sind solche Ausnahmetalente jedoch seltener geworden. Deshalb setzte der Bundesliga-Riese im Sommer auf junge Spieler. Niko Kovač verfügt nun über einen Kader mit nahezu grenzenlosem Potenzial.
Dieses Potenzial hat in der Bundesliga für einen starken Start gesorgt. In der Champions League ist der Weg allerdings bereits schwierig, nachdem die Mannschaft am Polarkreis gegen Bodø/Glimt verlor. Immerhin steht bereits ein Sieg gegen Villarreal zu Buche. Das Duell mit Sabah am dritten Spieltag bietet die ideale Gelegenheit, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.
11. Manchester United ⬇️
Die Abschlussschwäche von United kostete im Spiel gegen Atlético Madrid teuer
Michael Carrick führte Manchester United in der zweiten Saisonhälfte als Interimstrainer eindrucksvoll zurück in die Champions League. Sein Start als fest eingesetzter Trainer verlief jedoch nicht ganz nach Plan. Die Red Devils haben aus ihren ersten neun Pflichtspielen der Saison nur zwei Siege geholt.
Einer dieser Siege gelang in der Champions League, als sie Neuling Sabah in Old Trafford deutlich bezwangen. Die anschließende Niederlage bei Atlético Madrid zeigte allerdings die fehlende Durchschlagskraft und die mangelnde Erfahrung auf Topniveau im Kader. Als Nächstes warten die schwierigen Spiele gegen Como und Roma. Ob Carrick bis zum zweiten dieser Duelle noch im Amt ist, bleibt abzuwarten.
10. Inter ⬇️
Inter hat mit zwei Niederlagen in die neue Champions-League-Saison gestartet
Inter zählte in der vergangenen Champions League zu den größten Enttäuschungen. Die Finalisten von 2025 schieden in der Playoff-Runde aus, nachdem sie gegen Bodø/Glimt sowohl im Hin- als auch im Rückspiel unterlegen waren. Cristian Chivu fing seine Mannschaft nach dieser Enttäuschung wieder auf und holte in seinem ersten Jahr als Trainer das nationale Double. Auf europäischer Ebene hat sich bisher aber noch nichts verbessert.
Opta bewertete Inter als Team mit dem zweitleichtesten Spielplan aller 36 Teams der Ligaphase. Nach der knappen Niederlage gegen Real Madrid am ersten Spieltag verlor die Mannschaft zuhause mit 3:4 gegen Club Brugge und rutschte damit in die unteren Ränge der Tabelle. Zwar bleibt noch Zeit, die Kampagne zu drehen, doch jede Hoffnung auf einen weiteren tiefen Lauf wirkt aktuell fragwürdig.
9. Aston Villa ⬆️
Villa zeigt unter Unai Emery erneut seine europäische Klasse
Bei Aston Villa gab es im Sommer einen großen Umbruch: Sechs Stammspieler aus dem Europa-League-Finale verließen den Klub. Unai Emery steht somit vor einer Übergangssaison und baut ein Team auf, das größtenteils aus Neuzugängen besteht. Einige dieser neuen Spieler kamen zudem verletzt, doch an der Villa Park scheint der Schwung nun zurückzukehren.
In der Champions League lief es bestens. Auf einen Auswärtssieg bei Club Brugge folgte ein 6:0-Kantersieg gegen Fenerbahçe. Auch den Dreifachsieg dürften sie anstreben, wenn Viking zu Gast ist, bevor Ende November die Reise ins Camp Nou zu Barcelona ansteht.
8. Atlético Madrid ⬇️
Atlético hat die Niederlage in Liverpool mit einem Sieg gegen Manchester United im Metropolitano wettgemacht
Atlético Madrid kämpfte sich in der vergangenen Saison entgegen aller Erwartungen bis ins Halbfinale der Champions League vor, ehe Arsenal den Weg versperrte. Diego Simeone wird glauben, dass seine Mannschaft erneut einen weiten Lauf schaffen kann, auch wenn sie am ersten Spieltag in Anfield verlor.
Im zweiten Spiel gelang Atlético allerdings ein beeindruckender Sieg gegen Manchester United. Ein Duell mit Bayern München steht im frühen November an, die übrigen Partien sollten jedoch machbar sein. Ein Platz unter den direkten Achtelfinal-Qualifikanten dürfte im Januar damit in greifbarer Nähe liegen.
7. Liverpool ⬆️
Bradley Barcola startete seine Karriere bei Liverpool mit einem Hattrick beim Sieg gegen LASK
Obwohl Liverpool in der vergangenen Saison eine Runde weiter kam als in der Spielzeit 2024/25, zeigte das Team in der Champions League deutlich schwächere Leistungen. Wieder schied man gegen PSG aus. Andoni Iraola soll nach dem Wechsel von Arne Slot wieder aufregenden, offensiven Fußball an die Anfield Road bringen. Bisher sind die Verbesserungen allerdings nur gering.
Die Reds haben dennoch zwei Siege aus zwei Spielen geholt. Zuerst drehten sie gegen Atlético Madrid in Anfield einen Rückstand, dann gewannen sie in Österreich mit 6:0 gegen LASK. Bradley Barcola sorgte in diesem Spiel mit einem Hattrick für den Auftakt seiner Liverpooler Zeit. Mit einem der leichteren Restprogramme sollte Iraolas Team bereits jetzt auf einen Platz unter den besten acht Teams hoffen dürfen.
6. Manchester City ↔️
Erling Haalands zweifacher Torschütze in der zweiten Halbzeit reichte City nicht, um gegen PSG zu gewinnen
Kaum ein Team will die Champions League in dieser Saison so sehr gewinnen wie Manchester City. Angesichts einer drohenden harten Strafe der Premier League wegen Verstößen gegen die Finanzregeln ist der Titelgewinn für Enzo Marescas Team die einzige realistische Möglichkeit, seinen Platz unter Europas Elite zu sichern.
Die Niederlage gegen PSG am Mittwoch zeigte dem neu formierten City-Team, wie stark es werden muss, wenn es in diesem Wettbewerb weit kommen will. Die Leistung in der zweiten Halbzeit lässt hoffen, dass die Mannschaft auch gegen die besten Teams Europas bestehen kann. Man darf gespannt sein, wie sich City im Dezember gegen Barcelona schlägt.
5. Real Madrid ↔️
Antonio Rüdiger krönte in Rom am zweiten Spieltag ein episches Comeback von Madrid
Real Madrid hat in den vergangenen zwei Spielzeiten die Erwartungen in der Champions League deutlich verfehlt. Nun setzt der Klub auf José Mourinho, der sowohl nationale als auch europäische Titel an das Bernabéu zurückbringen soll. Nach einigen durchwachsenen Auftritten in den ersten Wochen der Saison steht der Portugiese allerdings bereits unter Druck.
Dieser Druck hätte am Mittwoch beinahe zu einer Explosion geführt, als Madrid in Rom 1:3 zurücklag. In den letzten zehn Minuten traf Los Blancos dreimal und holte so noch einen Sieg, der nach dem Erfolg gegen Inter zwei Siege aus zwei Spielen bedeutete. Dennoch braucht Mourinhos Team deutliche Verbesserungen, wenn es mindestens das Halbfinale erreichen will.
4. Bayern München ⬇️
Die Rote Karte gegen Michael Olise kostete Bayern beim überraschenden Punktverlust in Norwegen teuer
In der vergangenen Champions-League-Saison wurde Bayern München zum Liebling vieler Fans, bevor das Team nach einem der großartigsten Halbfinals der Wettbewerbsgeschichte an PSG scheiterte. Mit dem wuchtigen Angriffstrio aus Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz fegte die Bundesliga-Mannschaft zuvor alle Gegner hinweg, darunter auch Real Madrid im Viertelfinale.
In dieser Saison will der Knoten noch nicht richtig platzen, wie das Unentschieden gegen Viking am zweiten Spieltag zeigte. Vincent Kompany’ Team lag zunächst mit 0:2 zurück, drehte in der zweiten Halbzeit die Partie und ging in Führung. Dann sah Olise die Rote Karte, und in der Nachspielzeit kassierte Bayern noch den Ausgleich. Olise fehlt nun auch im Spiel gegen Arsenal am dritten Spieltag, einer Partie, die für beide Teams richtungsweisend werden dürfte.
3. Arsenal ⬆️
Arsenal war in den ersten beiden Spielen nicht in Bestform, hat aber in beiden Partien die notwendigen Punkte geholt
Als Finalist im Mai hat Arsenal den festen Willen, endlich den ersten Europapokal zu gewinnen. Dieser Wille dürfte in dieser Saison besonders groß sein, vor allem wenn das Team, wie erwartet, den Titelkampf in der Premier League klar für sich entscheidet, sobald die Sanktionen gegen Manchester City bestätigt sind. Mikel Arteta verfügt über eine Abwehr und ein Mittelfeld, die weit kommen können. Allerdings bleiben Fragen zur Durchschlagskraft im Angriff offen, da der Klub im Sommer keinen namhaften Stürmer verpflichten konnte.
Der erste Schritt für Arsenal besteht darin, die perfekte Ligaphase der Saison 2025/26 zu wiederholen. Nach zwei Spielen steht die Mannschaft mit zwei Siegen da, obwohl sie gegen Napoli und Lille nicht ihre beste Form zeigte. Als Nächstes geht es zu Bayern München, und Arteta will dort ein deutliches Zeichen setzen.
2. Barcelona ↔️
Lamine Yamal war bei der Aufholjagd von Barça gegen Galatasaray in Topform
Seit elf Jahren hat Barcelona die Champions League nicht mehr gewonnen. Viele glauben jedoch, dass Hansi Flicks Team die Vorherrschaft von PSG in dieser Saison brechen kann. Die Blaugrana dominierten in den vergangenen zwei Spielzeiten die La Liga unter dem deutschen Trainer, scheiterten auf europäischer Ebene aber unter anderem an der hohen Abwehrlinie und dem offenen Mittelfeld.
Mit der Verpflichtung von Rodri erhofft man sich in dieser Hinsicht einen Wendepunkt, denn kein anderer Spieler der Welt verhindert Konter so gut wie der spanische Kapitän. Lamine Yamal und Raphinha sind zudem in starker Form vor dem Tor. Yamal lieferte beim Sieg gegen Galatasaray zwei sensationelle Vorlagen. Mit dem Spiel gegen PSG steht nun der ultimative Test für Barças Ambitionen an.
1. Paris Saint-Germain ↔️
Die zweifachen Titelverteidiger zeigten in der ersten Halbzeit ihres Siegs gegen Manchester City eine Glanzleistung
Als Gewinner der Champions League in den vergangenen beiden Spielzeiten strebt PSG in der Saison 2026/27 einen Dreifachtriumph an. Damit wären sie das erste Team außer Real Madrid, das den Europapokal dreimal in Folge gewinnt. Die ersten Anzeichen stimmen zuversichtlich, denn nach einem Kantersieg gegen Slovan Bratislava gelang den Franzosen ein bemerkenswerter Auswärtssieg bei Manchester City.
Luis Enriques Mannschaft spielte atemberaubend und lag bereits zur Halbzeit mit 3:0 vorne. Zwar stellte City nach der Pause einige Probleme, doch die französischen Meister hielten durch und gewannen mit 4:2. Als Nächstes wartet Barcelona, was bereits ein Vorgeschmack auf das mögliche Endspiel sein könnte.